Gesellschaftsspiele mit den Kindern?

geschrieben am 22. September 2008

Eltern genießen meistens die Zeit in der Entwicklung ihrer Kinder, wenn diese bereits lesen und schreiben können, oder doch zumindest die Anzahl der Felder zählen können, die sie beim Mensch-ärgere-dich-nicht vorrücken dürfen. Kaum etwas ist so schön, wie als Familie vereint am Tisch zu sitzen und Gesellschaftsspiele zu spielen.

Leider machen Eltern dabei immer mal wieder einen dramatischen Fehler: sie lassen das Kind absichtlich gewinnen, nur damit es sich nicht ärgert, wenn es verliert – oder nicht traurig ist. In dem Moment, in dem man das Kind gewinnen lässt, absichtlich verliert, empfindet man das natürlich für sich selbst, als würde man dem Kind einen Gefallen tun, aber Tatsache ist: das ist kein Gefallen, dem man dem Kinder in solchen Momenten tut. Die Fähigkeit, fair zu gewinnen und mit Anstand zu verlieren ist etwas, das ein Kind in frühester Kindheit lernen muss. Ein Kind, das sämtliche Spiele immer nur gewonnen hat, wird sich später schwer tun, wenn es gegen Spielkameraden antreten muss oder gar an sportlichen Wettkämpfen teilnehmen möchte. Dem Kind das Verlieren beibringen, in dem man es nicht absichtlich gewinnen lässt, gehört also zur Erziehung der Kinder und das sollten Eltern nicht vergessen. Ein Gesellschaftsspiel ist nicht einfach nur Unterhaltung und Spiel, sondern Kinder lernen hier wichtige Lektionen für das ganze Leben.

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