Der Baader Meinhof Koplex

geschrieben am 07. Oktober 2008

Nachdem der Kinostart sehr erfolgreich war, kam bei manchen nun der bittere Nachgeschmack. Ich möchte nicht kritisieren, aber hat der Film “Der Baader Meinhof Komplex” wirklich alles so rüber bringen können, wie es wirklich war?

Der Film begann sehr aufschlussreich, genau in der Studentenbewegung und zeigte die Entstehung der RAF. Die Taten und die Beweggründe der RAF wurden ausführlich beschrieben, aber was die Welt damals interessierte, kam nicht zur Geltung, denn die Opfer waren lediglich Opfer, die Hinterlassenen wurden nicht erwähnt. Aber wie viele mussten nach den Anschlägen der RAF damit kämpfen, einen Angehörigen verloren zu haben. Wie ich finde, sind das wichtige Details, die in der Darstellung völlig untergehen. Die Lebensgeschichten der RAF Mitgliedern Ulrike Meinhof, Andreas Baader und Gudrun Ensslin, enden mit Selbstmord im Gefängnis.

Man muss auch sagen, dass der Film sehr mitreißend war, denn für einen Moment konnte man wirklich nachvollziehen, um was es den RAF Terroristen Ulrike Meinhof, Andreas Baader und Gudrun Ensslin ging. Allerdings rechtfertigt dieses noch lange nicht, was geschehen ist.

Die Zeit der Terroristen in diesem Land ist noch nicht vorbei, denn leider müssen nun auch die Macher des Films unter Farbanschlägen leiden. Hoffentlich passiert nicht noch schlimmeres.

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