Das erdähnlichste Planet - die Venus

geschrieben am 30. August 2010

Der Planet Venus, auch Morgen- oder Abendstern genannt, kann oft mit bloßem Auge morgens oder abends, z.B. aber auch tagsüber beobachtet werden. In unserem Sonnensystem ist die Venus mit einer durchschnittlichen Entfernung von 108 Millionen km der Sonne am zweitnächsten und mit einem Durchmesser von etwa 12100 km der drittkleinste Planet des Sonnensystems. Sie gehört zu den vier terrestrischen oder auch erdähnlichen Planeten, da sie wie die Erde aus Gestein besteht.
Aufgrund ähnlicher Zusammensetzung und Größe werden die Venus und die Erde oft auch “Zwillingsplaneten” genannt.
Dennoch unterscheiden sich beide Planeten sehr stark in ihrer Atmosphäre. In der Atmosphäre der Venus ist nahezu kein Sauerstoff vorhanden, während Kohlenstoffdioxid den Hauptteil ausmacht. Stickstoff kommt mit 3,5% vor, Schwefeldioxid, Argon und Wasser nur in Spuren.
Aufgrund dieser dichten Atmosphäre herrscht auf der Venus in Bodennähe ein mittlerer Druck von 92 bar, also fast das Hundertfache des Luftdrucks auf der Erde.
Durch den hohen Gehalt an Kohlenstoffdioxid verursacht die Athmosphäre der Venus einen sehr starken Treibhauseffekt, der für eine durchschnittliche Bodentemperatur von ca. 460°C sorgt, ohne diesen “Wärmeschirm” würde die mittlere Bodentemperatur dagegen bei etwa -40°C liegen.
Aufgrund dieser hohen Temperatur gibt es auf der Venus kein Wasser, dennoch aber ähnliche Reliefs, wie jene, die auf der Erde durch Wassereinfluss entstanden sind. Es werden auf der Venus auch Hochländer und Niederungen, aber auch Gebirge und zahlreiche Vulkankrater gefunden.

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