Der Junggesellenabschied

geschrieben am 21. April 2010

Der Junggesellenabschied ist ein vorehelicher Brauch aus England. Dort wird er für den männlichen Teil des Brautpaares als Stag-Night (Hirsch - Nacht) bezeichnet. Die weibliche Fraktion feiert hingegen die so genannte Hen-Night (Hennen - Nacht). Die männlichen Familienmitglieder prüften damals aufs Genauste die Ehefähigkeit des Bräutigams. Seit einigen Jahren wird der Junggesellenabschied in einer abgewandelten Form auch in Deutschland gefeiert. Er findet häufig eine bis mehrere Wochen vor der standesamtlichen Hochzeit statt und wird in der Regel von den Trauzeugen organisiert und durchgeführt. Die zukünftigen Eheleute feiern ihren Junggesellenabschied überwiegend getrennt voneinander, um die letzte Zeit “in Freiheit” mit ihren Freunden zu genießen und eventuell unterschiedlichen Erwartungen an diesen “letzten Abend” aus dem Weg zu gehen. Oft findet dieser in Kneipen, Diskotheken oder Vergnügungsparks statt, wo Braut und Bräutigam verschiedene Aufgaben erledigen müssen. Bei diesen dürfen sie gerne auch andere Personen mit einbeziehen. Häufig sollen dabei die “Noch-Junggesellen” durch den Verkauf kleiner Utensilien wie Süßigkeiten, Kugelschreibern oder Rosen die Getränke der Partyfraktion finanzieren. Die Gruppen geben sich meistens durch bedruckte T-Shirts oder lustige Verkleidungen zu erkennen. Nicht selten endet so ein Junggesellenabschied, zumindest bei der männlichen Fraktion, in Table- Dance Clubs, was so manche Hochzeitsplanung nochmal gewaltig ins schwanken bringt.

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